Habitatspiele ©

Termine 2022

Samstag, 3.7.22:

Kiebitze, Kartoffeln und Kohl

Habitatspiel© – Biodiversität im Kleinformat dank GAP (Gemeinsame Agarpolitik)

Der Kiebitz, ein Zugvogel, verbringt die wichtigsten Monaten seines langen Lebens im Knoblauchsland. Dort brüten er und andere Feldvögel wie Feldlerche und Rebhuhn in den Reihen zwischen den Feldfrüchten. Sie finden Nahrung, die Sicht ist frei, sie können ihre natürliche Feinde rechtzeitig erkennen.Kartoffeln und Kohl sind robuste, traditionelle und vitaminreiche Feldfrüchte. Im Frühjahr gepflanzt, im Herbst geerntet. Und ab in den Verkauf. Und auf Umwegen zum fairen Preis. Im November 2021 stimmte das EU-Parliament über Reformvorschläge der EU-Agrarpolitik ab. Über die Farm-to-Fork ist Raum für Blühstreifen und Hecken, der Bio-Anbau kann gefördert werden.In einem interaktiven Habitatspiel© gestalten wir das Knoblauchsland mit seinen Ur-Bewohnern nach.Ann Grösch ist Geisteswissenschaftlerin und unterstützt das vernetzte Denken seit 20 Jahren mit dem Habitatspiel©.Projektförderung durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Ann Grösch
Samstag, 2.07.22, 14:00-17:00 Uhr
VHS Fürth, Hirschenstr. 27, Raum E.4, ab 3 Personen, kostenlos
Anmeldung erforderlich

Freitag, 22 April 2022:

Earth Day Special: Habitat Games

Earth Day is Wake-Up -Day to the song of the  Blackbird

When birds begin the day with a song, we know that spring is here. The White Storks and the Swallows, migrants between Africa and Europe, return in May and June to breed and raise their young. The Nuremberg region been their home for centuries. Will that be true in five or ten years? Or will we wake up to a silent spring? In an interactive Habitat Game© we will recreate the Pegnitz and the Knoblauchsland. Why is the region still so attractive? Not only for birds and plants but for our farmers. Our own Ecological Footprint might  help us to find an answer to the question: Will  global warming prevent birds from migrating between Africa and Europe?
Freitag, 22. April 2022 – 14:00 – 17:00 im DAI – dt./engl. Sprache 
Anmeldung bis 20.04.22 über programm@dai-nürnberg.de

Sonntag, 15.5.22

Kreisläufe des Ökosystems Wald kennenlernen

Habitatspiel basieren auf der Erkenntnis, dass unsere Welt aus einem vernetzten System besteht, das von Naturgesetzen geregelt wird. Am Beispiel des Ökosystems Wald zeigen wir im Habitatspiel Kreisläufe der Natur auf und erkennen, wie sich menschliches Handeln auf unseren Lebensraum auswirkt. Gemeinsam bauen wir im Seminarraum einen Wald nach. Im Spiel erleben wir die Komplexität ökologischer Zusammenhänge, suchen und probieren Wege hin zu einer nachhaltigen Entwicklung aus. Kinder bis 15 Jahre frei.

Habitatspiel für Familien  – vhs Georgensgmünd
So, 15. Mai, 14-17 Uhr, Georgensgmünd, Schlößlein, Am Schlößlein 1, Saal, 1. OG
Gebühr: 9,- €, Dozent*in: Ann Grösch
Anmeldung: Eva Haberkern
vhs/Öffentlichkeitsarbeit/Kultur/Tourismus
Gemeinde Georgensgmünd
Rathaus, 2. OG
Bahnhofstraße 491166 Georgensgmünd
Tel.:    09172/703-72
Mail:   eva.haberkern@georgensgmuend.de
www: www.georgensgmuend.de


Habitatspiele © sind anschauliche Lernspielkonzepte, die Zusammenhänge in unserer Umwelt systematisch aber mit spielerischer Leichtigkeit vermitteln.

Sie wurden speziell für Kindergärten und Schulklassen entwickelt, sowie für Lehrer- und Erwachsenenbildung und als Event während Veranstaltungen. Sie finden alle „indoors“ statt.

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Habitatspiele© vermitteln die biologische Vielfalt (Biodiversität). Sie gehen von einem ganzheitlichen Aspekt aus. Im Laufe des Spiels entwickeln sich Strukturen eines Habitats/Lebensraums und es werden Pflanzen- und Tiergesellschaften vorgestellt. Zur Zeit werden drei Themenfelder angeboten: Ökosystem Wiese, Ökosystem Wald, NABU „Vogel des Jahres“.
Das Spiel kann sowohl zur Einführung in das Thema benutzt werden –  z. B. Ökosystem Wald – wie auch zur Vertiefung, nachdem es im Unterricht behandelt wurde. Habitatspiele© finden ‚drinnen‘ statt. Im Klassenzimmer bilden die Teilnehmer einen Sitzkreis. Das Spielzubehör bringt die Dozentin mit. In Absprache mit der Lehrkraft könnten die Teilnehmer mitarbeiten, indem sie – z. B. beim Thema Wald – Zweige, Moos, Laub, Eicheln, Kastanien etc sammeln. In der ersten und zweiten Klasse sind mitgebrachte Stofftiere von Zuhause willkommen. Im Ablauf des Spiels wird das Mitgebrachte dann eingebaut.
Am Ende des Spiels betrachten wir das Modell des Waldes, das interaktiv entstanden ist. Ab der 3. Klasse können Gefährdungen behandelt werden. Je nachdem welche Gefährdung ansteht, verändert sich das Modell. Handelt es sich beispielsweise um Trockenheit, Käferinvasion oder Sturm sind sie natürlicher Art. Flächenfraß, Industrie- und Siedlungsgebiete sind von Bauherren, Planungsämtern, Stadträten gewollt. Am Modell lassen sich die Auswirkungen nachgestalten. Zum Abschluss überlegen wir, was wir tun können, um unsere Wälder zu retten.


Was die Gesundheit des Planeten angeht, klingen die Alarmglocken schon lange. Frederic Vester sagt eine andere Art des Denkens ist notwendig,

Aus Neuland des Denkens: (1984) Immer mehr lernen, ohne zu verstehen. Immer mehr wissen, aber keine Weisheit. Immer mehr Forschung, die das Wissen vermehrt, den Lernstoff vergrößert und doch nicht weiß, wohin sie führt. Eine Explosion von Daten und Wörtern, brauchbar für Details, doch wenig für Zusammenhänge. So nützlich und lebenserhaltend die bisherige Art des Wissens in der Vergangenheit gewesen sein mag, die Erfahrung zeigt, dass sie nicht dazu taugt, uns aus den Problemen der heutigen Situation herauszufinden.

Vester, Frederic:

„Leitmotiv vernetztes Denken. Für einen besseren Umgang mit der Welt“, München, Heyne, 1989
„Die Kunst vernetzt zu denken“, München, DTV, 2002 ISBN 3-423-33077-5
„Neuland des Denkens – Vom technokratischen zum kybernetischen Zeitalter“, 1. Aufl. 1984, DTV, ISBN 3-421-02703-X
„Unsere Welt – ein vernetztes System“, München, DTV, 2002 ISBN 3-423.33046-5